Projektwoche für Schülerinnen und Schüler 2025

Thema: Zwangsaussiedlungen in der DDR

Von 11. bis 16. Mai 2025 findet in Helmstedt wieder eine Projektwoche für Schülerinnen und Schüler der Klassen 9 bis 11 statt. Geschichtsinteressierte Jugendliche aus dem ganzen Bundesgebiet sind eingeladen, sich für die Teilnahme zu bewerben. Maximal 25 Plätze stehen zur Verfügung. Um möglichst vielen Schulen die Entsendung von Teilnehmern zu ermöglichen, werden höchstens zwei bis drei Schüler/-innen pro Schule angenommen. 

Das Thema der diesjährigen Projektwoche lautet "Kein Weg zurück. Zwangsaussiedlungen in der DDR". Anhand von Biografien, Stasi-Unterlagen und Zeitzeugengesprächen erfahren die Jugendlichen von den Geschehnissen in den Jahren 1952 und 1961. Damals wurden Menschen, die aus verschiedensten Gründen als politisch unzuverlässig eingeschätzt wurden, aus dem Grenzgebiet entlang der innerdeutschen Grenze entfernt und ins Landesinnere zwangsumgesiedelt. Ihnen wurde untersagt, an ihren alten Wohnort zurückzukehren.

Projektwoche für Schülerinnen und Schüler: Geschichte hautnah erleben 

Auf dem Programm steht unter anderem ein Projekttag mit Quellenarbeit im Stasi-Unterlagen-Archiv Magdeburg. Daneben sind Workshops zum Thema Zwangsaussiedlungen in der Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn sowie im Zonengrenz-Museum Helmstedt geplant. Die Jugendlichen arbeiten mit Biografien und führen Zeitzeugengespräche. Darüber hinaus findet eine Exkursion in den Grenzort Hötensleben und zum dortigen Grenzdenkmal statt. Hier können die Schülerinnen und Schüler hineinspüren in einen Ort des Geschehens und mit etwas Glück Bewohner/-innen kennenlernen, die vor Jahrzehnten Hötensleben verlassen mussten und nach der Wende zurückgekehrt sind.

Gesammelte Zitate aus Quellen, Biografien und Gesprächen fließen in eine szenische Lesung ein. Die Teilnehmer/-innen entwickeln die Lesung im Laufe der Woche unter Mithilfe von Literaten und Theaterexperten.

Präsentation des Ergebnisses am 26. Mai 2025 in Hötensleben 

Anlass der Projektwoche und Präsentationstermin für die Arbeitsergebnisse ist der Jahrestag der Abriegelung der innerdeutschen Grenze am 26. Mai. Am Jahr 1952 war die Demarkationslinie durch die DDR final geschlossen und in der Folge immer weiter befestigt worden. Anlässlich des Jahrestages findet am Montag, 26. Mai 2025, eine Gedenkfeier am Grenzdenkmal Hötensleben statt. In diesem Rahmen wird der szenische Lesung präsentiert. Deshalb ist die Beteiligung an der Gedenkstunde für die Teilnehmer/-innen der Projektwoche in diesem Jahr verpflichtend.

Zur Einführung ins Thema besuchen die Jugendlichen am ersten eigentlichen Projekttag, dem Montag, das DDR Museum in Berlin. Während der Projektwoche wohnen und arbeiten die Jugendlichen im Kloster St. Ludgerus in Helmstedt. Das Haus bietet moderne Zimmer, angenehme Gemeinschaftsräume und ist bekannt für gute Küche. 

Die Projektwoche ist für die Schülerinnen und Schüler kostenfrei. Fahrtkosten nach Helmstedt (ÖPNV, Bahn 2. Klasse) werden bis zu einer Höhe von 100 € erstattet.

Der Verein Grenzenlos - Wege zum Nachbarn e.V. Helmstedt organisiert die Projektwoche gemeinsam mit der Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn, dem Zonengrenz-Museum Helmstedt und dem Stasi-Unterlagen-Archiv Magdeburg.

Die Projektwoche wird mit Mitteln der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur gefördert.

Bewerbungen nimmt der Verein Grenzenlos bis zum 14.04.25 unter grenzenlos@stadt-helmstedt.de entgegen. Bitte nutzen Sie das Anmeldeformular.  

Downloads:

Programm

Kurzinformation zur Projektwoche

Anmeldeformular (Bewerbung)

 

 

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